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| Special Edition 19/02
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16. September 2002 |
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Eigentümer, Mitarbeiter und Kunden erwarten Gewinne.
Die jüngste Situation der deutschen Mobilcom
erregt erneut die Gemüter.
Die einen kritisieren Vertragsbruch bei France
Telekom, die anderen erwarten
Landesbürgschaften um Arbeitsplätze zu retten,
Kunden befürchten Einstellungen
von Dienstleistungen.
Unternehmen funktionieren nun mal auf die immer
wieder gleiche Weise: sie müssen
Gewinne erwirtschaften. Fehlt diese wichtige
Funktion, dann treten Probleme
an allen Ecken und Enden auf. Die Motivation von
Mitarbeitern sinkt ebenso,
wie das Vertrauen von Lieferanten und Kunden und
der Aktienkurs lässt Shareholder
aufschrecken.
Der Management-Autor Peter Drucker
kommt deshalb zu dem Schluss, der
einzige Zweck eines Unternehmens sei die
Gewinnerzielung. Malik dagegen schreibt,
dass Unternehmen ihren Zweck verfehlen, wenn sie
nur den Shareholder-Value im
Auge haben.
Ein Blick in längst geschriebene Bücher der
Betriebswirtschaftlehre zur Definition,
was ein Unternehmen sei, hilft weiter. Ohne Kunden
gibt es kein betriebswirtschaftliches
Unternehmen. Jeder kann diesen Falsifizierungstest
selbst vornehmen, welche
Antworten haben Sie noch, wenn Sie den Kunden aus
dem 'System Unternehmen' herauskürzen?
Für wen ist es da? Für Arbeitsplätze? Wie soll es
Gehälter und Steuern
zahlen ohne Kunden? Wer sollte Geld in das
Unternehmen investieren, wenn dieses
Geld nie wieder zurückfließt? Wofür sollte man
Marketing betreiben? Welche Produkte
sollte man herstellen. Frühere CEO von Thyssen
sagten: 'Wir produzieren nur dann Stahl, wenn wir ihn
auch verkaufen, der Überschuss an
Stahl, der auf unserem Werksgelände
lagert ist Schrott.'
Ohne die Hauptadresse 'Kunde' geht nichts mehr, dieser Kunde
ist Zweck allen Handelns einer Unternehmung. Dabei kann man richtig
und falsch handeln. Falsches Handeln erzeugt unter Umständen Vorteile
für Kunden, aber diese Vorteile müssen nicht (!!!) zwangsläufig
den oft zitierten customer- value erzeugen. Wir werden einige
Punkte exemplarisch herausgreifen, die aufzeigen, wie falsches
Handeln customer-value, shareholder-value, employee-value, supplier-value,
political economical-value, kurz gesagt eigentlich alles zerstört.
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- Kompetenz
von Mitarbeitern.
Im Kontext einer betriebswirtschaftlichen Organisation
ist Kompetenz von Mitarbeitern eine der wichtigsten Funktionen,
um Werte für Kunden zu erstellen. Diese Kompetenz muss
in der richtigen Weise auf ein 'WAS' ausgerichtet werden.
Dieses 'WAS' wird mit viel Intelligenz durch kompetente
Schnittstellen zum Kunden (Key Account Management, Sales,
Management Board, Service, ...) dafür sorgen, dass das
Unternehmen weiss, was es zu tun hat. Die darausfolgenden
Konsequenzen für Produktportfolio und inhaltliche Ausgestaltung
der Leistungen müssen dringend in Zielen für die Organisation
formuliert werden.
'The Riviera Times' schreibt dazu
in ihrer September Ausgabe unter der Überschrift 'Leadership
Yields Profits': 'Zapke-Schauer has worked on the
topic of how to create, communicate and achieve goals
in many global competitive companies that employ up to
450.000 employees. Managers with incorrect goals can both
destroy the social conditions of the employees and even
their companies.'
Aber es wäre trügerisch zu glauben, dass gute Kenntnis
von den Märkten und Herausforderungen der Kunden bereits
die allein selig machende Lösung ist. Es kommt auch auf
das 'WIE' an. Wer Kundennutzen erstellen möchte, der befindet
sich nicht im wettbewerbsfreien Raum. Andere Firmen haben
auch gute Mitarbeiter und es gilt die sportliche Aufgabe
anzunehmen, im Wettstreit um diesen Kundennutzen nicht
nur diesen präzise zu treffen, sondern ihn dann mit der
Kompetenz der Kostenführerschaft zu erstellen. Kostenführerschaft
zeigt sich nicht nur in kostengünstigen Herstellungsverfahren
sondern auch in Innovationen, die Bedürfnisse der Kunden
mit neuen, anderen Technologien zu erstellen. Dieses 'WIE'
fordert die ganze Kraft und Einsatzbereitschaft unserer
Ingenieure, Naturwissenschaftler genauso heraus wie die
der Geisteswissenschaftler, wenn es um 'soziale Produkte'
geht.
Nur Unternehmen in denen das 'WAS' und das 'WIE' laufend
ineinander greifen, haben das Ohr am Puls der Zeit, benutzen
Methoden des benchmarkings ebenso wie cutomer relationship
management.
Wer im 'WAS' geschlafen hat ist ebenso schlecht dran,
wie der, der im 'WIE' geschlafen hat. Trifft beides zu
hat man seine Berechtigung zur Unternehmensleitung endgültig
verloren.
Als Beispiel für Unternehmen, die das "WAS"
und "WIE" geeignet verbinden mag Lufthansa Systems
Infratec gelten. In der Folge kauft nicht nur Lufthansa
(Weber wurde zum Manager des Jahres gewählt) sondern
inzwischen auch andere Unternehmen die IT- Infrastruktur-Kompetenz
ein. Der Nutzen für Lufthansa durch vorausschauende
IT-Infrastruktur als Basis für sich wandelnde Applikationen,,
sichtbar an der Kunst mit dem Wandel seit dem 11. September
umzugehen, hat sich wohl herumgesprochen.
- Interaktionen
und Motivation innerhalb des Unternehmens.
Tausende von Mitarbeitern werden innerhalb der Unternehmen
orchestriert. Dieser Orchestrierungsvorgang ist nicht
trivial.
The Riviera Times: 'Euratio's School of Leadership
has for the past 15 years selected the most effective
concepts from a variety of scientific disciplines that
result in extremely effective leaders. Using these selective
concepts important enterprise internal programs achieve
the necessary motivational thrust required for worldwide
roll-out because managers and employees interact with
respect. The knowledge and practice of how-to- do this
is based on the discipline of philosophy. Psychology would
be less helpful, because psychology investigates the innerperspective
of human beings, that means the inner thoughts and feelings
of an employee. But it is necessary to look at the actions
of the managers, which can predict more or less the outcome
of behaviour by the employees. Managers who understand
the biophysiological construction plan of employees are
most effective in the creation of motivation, readiness
for duty and willingness to execute competent actions
at the basis of the hierarchy.'
Es kommt eben nicht nur darauf an als Führungskraft 'Recht
zu haben', es muss auch gelingen, alle Betroffenen zu
Beteiligten zu machen. Mitarbeiter stehen nicht im
Unternehmen, sie arbeiten am Unternehmen. Sie sind
nicht von den Widrigkeiten der Märkte betroffen,
sondern sie arbeiten an der Lösung dieser Widrigkeiten.
Wenn wir über viele Jahre Mitarbeiter für diese Idee des
'am Erfolg des Unternehmen Arbeitens' eingestellt haben,
dann sollten wir mit ihnen auch rechtzeitig darüber sprechen,
was diesen Erfolg ausmacht und wie sie ihn erreichen können.
Mitarbeiter leben nicht im geschützten Freiraum des Kapitals
von Shareholdern, Sponsoren oder anderen Finanzquellen,
wie unternehmensinternen Quersubventionen. Der einzige
Mittelzufluss der wirklich zählt ist der vom Kunden. Ihn
durch gute Arbeit, die dem Kunden Nutzen bringt, zu generieren
ist Aufgabe aller. Alle übrigen Mittelzuflüsse, wie z.B.
Kapitalerhöhungen sind geliehene Gelder - was man schon
buchhalterisch durch Zuordnung zur Passivseite sieht.
Der Fall Bertelsmann zeigt auf, dass zu diesem Thema klare
Positionen notwendig sind. Wachstum durch Kapitalzufuhr
vom Kapitalmarkt oder Wachstum aus der Einnahme von Kunden-Geldern.
Deshalb schreibt auch die Wirtschaftspresse in der letzten
Woche über Bertelsmann 'Wachstum aus eigener Kraft'. Führungskräfte,
die dieses jahrzehnte lange Konzept von Bertelsmann durchbrechen
wollten und Unternehmenswachstum durch Kapital der Börse
beschleunigen wollten, trafen auf Widerstand der Kräfte,
die unsicher waren, ob dadurch ausreichender Kundennutzen
geschaffen werden kann, der Zufluss durch Kundengelder
gewährleistet.
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- Kundennutzen.
Kundennutzen entsteht durch die simple Formel
Herstellungskosten der Produkte zum Nutzen < Preis
< Verwendungsnutzen durch die Produkte/Leistungen
(by Zapke- Schauer)
Diese Formel ist ebenfalls durch Falsifizierungstest leicht
beweisbar. Sind die Herstellungskosten eines Produktes
/ einer Leistung, die zu Kundennutzen führen soll höher
als der zu erzielende Preis, dann sieht es um die Langfristigkeit
des Unternehmens ebenso schlecht aus, wie um die Innovationsmöglichkeit
den Kundennutzen zukünftig zu verbessern. Beides schlägt
irgendwann in Nachteil des Kunden um und ist deshalb kein
Kundennutzen.
Ist der Preis höher als der materielle oder immaterielle
Nutzen, den der Kunde durch Einsatz der Produkte / Leistungen
in seinem Umfeld erhält, macht es keinen Sinn, da der
Nutzen durch 'überhöhten Preis' wieder zerfällt.
Leadership widmet sich der Aufgabe, das Unternehmensgeschehen
innerhalb der Balance dieser Formel zu halten. Treten
Unternehmensphasen ein, die Wettbewerber veranlassen Preise
so einzustellen, dass die Relation Preis-Kundennutzen
hervorragend ist, jedoch der Preis die Herstellungskosten
unterschreitet, so bringen diese Führungskräfte das Unternehmen
aus dieser Balance. Es ist sehr genau zu prüfen, ob man
diese Balance verlassen möchte. Meist liegt das Motiv
nicht darin, Vorteile für Kunden zu schaffen, sondern
im Schielen nach Marktanteilen. Die Methoden, wie man
dieser Lage begegnet sind zwar gut untersucht, aber schwierig.
Es trifft keinesfalls die Erwartungshaltung aller Beteiligten,
in dieser Unternehmensphase lange stecken zu bleiben.
Je länger die Abstellung dauert, desto nervöser werden
alle Beteiligten, da es nicht nur kapitalverzehrend ist
sondern zeigt, dass Unternehmen damit die grundsätzliche
Erwartungshaltungen verfehlen und deshalb stark unter
Beschuss geraten. Eine starke Kapitaldecke ist dazu keine
Gegenposition, schon gar nicht, wenn die Kapitaldecke
direkt aus Investorengeldern und nicht aus früheren Gewinnen
kommt.
- Shareholder Erwartungen.
Jeder der Geld investiert, möchte es wieder zurück und
seine wahre Intention liegt in einem Zugewinn. Als Basis
für diesen Austausch gilt die Einzahlung durch Kunden.
Es kann also gar nicht anders sein, als dass menschliche
Intelligenz und Kompetenz von Mitarbeitern aus 'Ausgangsstoffen'
eine Veredelung vornimmt, die nun beim Einsatz in der
Kundensphäre einen neuen Wert ermöglicht, der finanziell
höher gewürdigt wird, als die 'Ausgangstoffe' und der
Veredelungsprozess kosten. Deshalb betrachten Shareholder
die Kompetenz zur Orchestrierung der Mitarbeiter, zur
Konfiguration von Unternehmensressourcen und zur Evaluierung
der Märkte und ihrer Bedarfe durch Führungskräfte mit
besonderer Sorgfalt.
Es ist dringend zu empfehlen, dass Führungskräfte dieses
innere Unternehmensgeschehen transparent machen und kontinuierlich
in das Bewusstein der Shareholder bringen. Andernfalls
kommt es zu Fehleinschätzung, welche trotz richtigen Tuns,
zur Ablösung von Führungskräften führt.
Umgekehrt ist davon auszugehen, wenn der Steuerungsvorgang
innerhalb eines Unternehmens nicht adäquat geschieht,
dass dies vor Shareholdern verheimlicht wird, im schlimmsten
Fall sogar getäuscht wird. Wie sehr dem Mittelzufluss
durch Kunden dabei grosse Bedeutung zufällt, sieht man
an den Bilanzkosmetik-Massnahmen, die Umsätze von Kunden
vortäuschten.
Ist der zeitliche Abstand zwischen einer Investition und
dem zu erstellenden Kundenutzen, wie z.B. bei UMTS Lizenzen
zu lange, gerät nicht nur die Balance für die Shareholder
ins Wanken, es steigt auch die Gefahr, dass neue Technologie,
wie eine nächste Generation der Mobilfunktechnologie,
den ursprünglich beabsichtigten Kundennutzen nie mehr
ermöglicht.
Sie sollten die einzig richtige Schlussfolgerung daraus
ziehen:
Shareholder erwarten Geldzahlungen durch Kunden.
Die Geldzahlungen an den Shareholder sind eine Unterfunktion
davon. Deshalb ist es auch richtig, die Arbeit am Kunden
zuerst zu steuern und dann erst den Shareholder zu bedenken.
Wer diesen Gedanken umkehrt, der macht den Kunden zur
Funktion und nicht zum Ziel.
Das Problem liegt allerdings darin, wer nicht weiss was
Kundennutzen ist und wie man diesen erstellt, der kann
im Nachgang auch keine Shareholder bedienen.
Und nochmals zur Erinnerung:
Kundennutzen, der beim Lieferanten des Nutzens zu keinen
Gewinnen führt, ist kein Kundennutzen im rein definitorischen
Sinne, (siehe obige Formel) dafür müssen Sie dann
den Begriff 'Geschenke' bemühen. Aber auf diesen bauen
sich weder Shareholder-Investitionen noch Unternehmenskonzepte
auf.
Übrigens: Mitarbeiter, die Produkte erstellen, die
man nur im Wege des Schenkens los wird, fühlen sich in
ihrer Kompetenz verraten.
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Dieses
kleine Essay sollte Sie anregen, darüber nachzudenken, dass
Shareholder Erwartungen, Mitarbeiter Erwartungen oder Erwartungen
der Finanzverwaltungen alle gleichzeitig positiv erfüllt
werden, wenn man über das 'WAS' und 'WIE' des customer-value
Bescheid weiss.
´The
Riviera Times' schreibt dazu: 'Zapke-Schauer and his associates
demonstrate how to accomplish this by redesign internal
processes so the desired process can be established and
executed. Nothing is worse than someone who does the wrong
things right.'
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´The Riviera Times' begutachtet eine Teilnahme an diesem Seminar:
'Everyone can understand the considerable economic factor ... and
millions in profits which are created by managers in their companies
after their visit to the School of Leadership according the Motto
of Euratio: create success'
By Gerhard Zapke-Schauer
Cannes - New York - Zurich
Euratio
email: team@euratio.com
voice: +33-492 28 70 60
web: http://www.euratio.com
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